Es tanzen Engel auf meinem Grab
Kapitel 5

Doch als sie mir beteuerte, dass es ihr nichts ausmachte, kam ich mit ihm zusammen.
Ich schwebte auf Wolke sieben.
Doch wie schnell man auch oben ist, umso schneller geht es wieder runter.

 Ich muss zugeben, dass ich recht naiv war. Alle Leute, die ich mittlerweile aus dem „Treff“ kannte sagten mir, dass er mich nur ausnutzen würde.

Doch ich wollte ja nicht hören.
Ich ließ mich dazu auch noch nach einer Woche entjungfern…
Naja wie gesagt ich war etwas naiv.
Trotzdem war es eine schöne Zeit.
Zwei Wochen lang…
Danach war…“Schluss“
Auch wenn es das nicht war.

 Es wurde mir nicht persönlich gesagt und es war auch kein „ich mach Schluss“ sondern es war eher eine „Einigung“.

Er sagte dass er sich in den Gefühlen für mich nicht sicher sei, woraufhin ich erwiderte dass er sich zu nichts zwingen solle.
Ich habe ihm nicht gesagt wie schwer mich das traf.
Und wie sehr ich ihn liebte.
Dass ich in diesem Moment am liebsten gestorben wäre.

 Eine Woche lang konnte ich nichts tun außer zu weinen.
Ich ließ meiner Trauer freien lauf.
Und es waren auch Leute für mich da.
Doch da war nur dieses Gefühl von leere in mir, das mich zu ihm ziehen wollte.
Ich sah ihn noch jedes Wochenende und in der ersten Woche brachte ich nicht einmal etwas in der Schule zu Stande.

 Und es zog mich noch tiefer hinab.
In meiner Liebe zu ihm und seinem Verlangen nach mir schlief ich weiterhin mit ihm.
Aber ich war wieder glücklich.
Es gab mir das Gefühl, ihn nicht verloren zu haben.
Es gab mir das Gefühl, dass es doch nicht vorbei sei.

 Das alles geschah erst letztes Jahr. 2006…
Der bisher schönste Sommer meines Lebens.
Nicht nur wegen ihm. Ich habe in dem „Treff“ viele Freunde gefunden.
Wir trafen uns immer im Park und verbrachten alle zusammen teilweise ganze Nächte dort.

 In dieser Zeit wurden jedoch auch die Anfälle schlimmer.
Und ich fing an meinen Freund vom Theater aus den Augen zu verlieren.
Wir sahen uns nur noch selten.
Was sich bis heute noch verschlimmert hat.

 Wenn in den Anfällen jemand anwesend war, entfernte ich mich entweder immer weiter von ihm oder ich find an auf die Leute loszugehen.

 
Festgehalten in der Affäre zu meinem ersten Freund war ich nicht bereit zu etwas Neuem.
Irgendwann versuchten wir damit aufzuhören miteinander zu schlafen.
Und doch waren wir immer eifersüchtig wenn wir den Anderen mit jemand Anderem sahen.

11.1.08 20:36
 


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